
Blogbeitrag
I had a Vision
Ich habe vor Kurzem einen Blogbeitrag von Strahan Coleman gelesen, in dem er eine Vision beschreibt, die er bezüglich der christlichen Gemeinschaft hatte.
Die Vision schenkt ihm einen Blick hinter die Fassaden unserer kirchlichen Treffen und fokussiert die wahre Quelle unserer Freude und Einheit.
Ich finde das, was Gott ihm dort offenbart hat, absolut wichtig im Blick zu haben und will euch einladen zu lesen, was er schriebt.
Hier ist der Blogbeitrag in deutscher Übersetzung – das englische Original findet ihr HIER
Ich bin fern von meinem Bruder
und meiner Schwester,
bis Christus gänzlich
zwischen uns geboren ist.
Ich hatte vor Kurzem eine Vision vom Himmelreich.
Es war nichts Apokalyptisches oder gar Überraschendes. Es war alltäglich und einfach, und doch enthüllte es mir etwas, das ich schon sehr lange verstehen wollte. Ein Schmerz, den ich empfinde, wenn ich in der Kirche bin.
Eine Sehnsucht, viel tiefer geliebt zu werden und zu lieben, nicht nur von Gott, sondern auch von seinem Volk. Die Sehnsucht nach ewiger Gemeinschaft, und zwar jetzt.
In der Vision sah ich einen Festtisch voller bester Speisen und Weine. Daran saßen wir alle, die wir Christus lieben und unser weltliches Leben aufgegeben haben, um bei ihm zu sein. Auch er war am Tisch, er war der Grund, warum wir alle da waren – um mit ihm zu speisen.
Und es herrschte vollkommene Freude.
Doch in diesem einfachen Bild sah ich, dass nicht das Essen, der Wein oder die Feier die Quelle der tiefen Freude waren, die wir empfanden, sondern Christus. Es war die Tatsache, dass wir mit ihm dort waren, und je mehr wir ihn aus unseren Herzen anbeteten und liebten, desto näher fühlten wir uns einander. Das wahre Festmahl war nicht auf dem Tisch, sondern in den Herzen der Christusliebenden, die, indem sie ihm nahekamen, dieselbe vollkommene und reine Liebe ineinander fanden.
Denn die süßeste Freude kommt nicht von Essen oder Trinken, von Kirchenversammlungen, Konferenzen, Partys oder guten Freundschaften. Sie kommt von Christus in dir, in mir, in unseren tiefsten Tiefen, während wir gemeinsam das Leben in ihm teilen.
Was ich damit sagen will, ist dies: Wir können die Tiefe der Gemeinschaft miteinander nur erfahren, indem wir zuerst die Tiefe Jesu Christi in unserem Innersten erleben. Denn es ist nicht die äußere Welt, die unsere Sehnsucht befriedigt, gesehen zu werden und zu sehen – geteilte Erlebnisse, Essen und Trinken, die alle gut, aber vergänglich sind – es ist in unserer Seele, wo das Fest des Geistes stattfindet.
Wir könnten es uns wie ein Rad mit Speichen vorstellen, die sich von der Außenseite des Rades zur Mitte hin bewegen. Je näher sich jede Speiche der Nabe nähert, desto näher kommen sie sich gegenseitig. So ist es auch mit uns: Je mehr wir durch den Heiligen Geist von Christus im Inneren trinken, desto näher kommen wir unseren Brüdern und Schwestern in Christus, und desto größer ist die Freude.
Das äußere Festmahl wird zu einem Zeichen des inneren.
Und wie machen wir das? Indem wir unsere Zuneigung zueinander zu Christus hin entfachen. Nicht nur (oder überhaupt nicht hauptsächlich) indem wir bessere Versammlungen abhalten, bessere Theologie lehren, bessere Webseiten haben, sondern indem wir uns gegenseitig an die sanfte Liebe erinnern, mit der wir begonnen haben. Indem wir die leidenschaftliche Liebe Christi zu uns erhöhen und unsere Sehnsucht verbalisieren, ihn ganz in der Leere unseres Lebens zu haben.
Als jemand, der das Glück hat, regelmäßig verschiedene konfessionelle Gemeinschaften zu besuchen, kann ich dir mit Trauer sagen, dass es schmerzlich selten ist, diese Art von Zuneigung zu Christus in der Kirche zu finden. Leidenschaft für sein Reich? Ja. Interesse an Theologie? Natürlich. Feuer, um Ungerechtigkeit zu bekämpfen und in der Welt wirksam zu sein? Häufig. Zuneigung und Sanftmut für die Liebe Gottes? Weitgehend abwesend.
„Wie gut und wie lieblich ist es, wenn Gottes Volk in Einheit zusammenlebt!“*¹, doch wie selten! Die größte Trauer in meinem Leben in der Kirche war nicht funktional oder institutionell, es war die Oberflächlichkeit, die uns durchdringt, wenn wir zusammenkommen. Dass unsere Feste ganz Essen und Trinken sind, und wenig geteilte geistliche Freude.
Wenn unsere Seelen unversorgt sind und unsere brennende Liebe zu Christus wankt, verlieren die Dinge, die wir tun, ihren Geschmack, ihre Kraft. Wir mögen einander umgeben und zusammenarbeiten, aber es gibt keine Tiefe. Einsamkeit dringt ein, Unsicherheit, Reizbarkeit miteinander und Spaltung.
Wahre Freude ist, Christus zu teilen, dessen Liebe uns erfüllt und durchdringt, im Festmahl unseres Lebens. Sie entsteht nicht dadurch, dass wir uns um das versammeln, was wir gerade tun, selbst wenn es der Dienst ist, sondern um seine Gegenwart. Um unsere gemeinsame Zuneigung und Dankbarkeit für ihn, unsere geteilte Erwartung dessen, wer er ist und was er tun wird.
Das geschieht nur, wenn jeder von uns mit ihm in die Tiefen unseres Seins geht, frei trinkt und das Feuer in uns beginnt, füreinander zu brennen.
Denn „das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist.*²“
Das ist das Reich, nach dem ich mich sehne. Eine Kirche, die ein gemeinsames inneres Brennen für Christus teilt. Die von ihm erfüllt ist, vom Duft seiner Liebe durchdrungen, die sich danach sehnt, diese Tiefen in demütiger Einheitmit ihren geistlichen Geschwistern zu teilen. Ein Volk, das so durchtränkt und der persönlichen Offenbarung Christi in uns so hingegeben ist, dass unsere Liebe zueinander zu einem ungesprochenen, aber mächtigen Band zwischen uns wird.
In deiner Liebe und im Empfangen der Zuneigung Christi in dir kann meine immer mehr entfacht werden und dadurch deine eigene Zuneigung weiter befeuern. Dann können wir, wie die Dreifaltigkeit, die wir lieben, unaufhörlich zusammen im Feuer brennender Liebe wachsen.
Was für eine Vision der Ewigkeit. Der Dreifaltigkeit. Was für ein Zeugnis für die Welt.
Amen.
*¹ Psalm 133:1
*² Römer 14,17
Ich finde, Strahan Coleman hat es gut auf den Punkt gebracht: Tiefe Gemeinschaft entsteht aus der Tiefe der Begegnung mit Christus in uns.
Ich auch sehen mich nach einer solchen Kirche.
Was er hier beschreibt, ist, so glaube ich, eine betende Kirche. Eine Kirche, die gefüllt ist mit Menschen, welche gefüllt sind von Ihm und nicht anders können als Ihn, Jesus, "rauszulassen".
Wie Strahan es schreibt: "Wir können die Tiefe der Gemeinschaft miteinander nur erfahren, indem wir zuerst die Tiefe Jesu Christi in unserem Innersten erleben. Denn es ist nicht die äußere Welt, die unsere Sehnsucht befriedigt, gesehen zu werden und zu sehen – geteilte Erlebnisse, Essen und Trinken, die alle gut, aber vergänglich sind – es ist in unserer Seele, wo das Fest des Geistes stattfindet."
Ich will dich ermutigen: Geh in diesen inneren Raum. Trink frei von der Quelle und lass die Liebe zu Jesus in deinem Herzen wieder richtig heiß werden. Denn erst, wenn du in deiner Beziehung zu Ihm satt bist, kannst du die Nähe und die Freude mit anderen auf authentische und tiefe Weise teilen.
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