Er kommt. Mitten in meine Welt.
Wie erkennst du in deinem Alltag die Spuren von Gottes Wirken, die den Weg für die Weihnachtsbotschaft bereiten?
So antwortet Eckardt Mayer:
Auf den ersten Blick oft gar nicht. Da ist so viel Unfriede, der mich beschäftigt. Da ist so viel Unordnung, die ich so gerne in den Griff bekommen würde. Da ist so viel Unerledigtes, das wartet und wartet. Und ich frage mich, woher kommt der Friede, kommt die Ordnung, kommt die Kraft, das Wartende anzugehen? Und dann kommen noch Advent und Weihnachten. Besinnungszeit – oft Fehlanzeige. Mit Erwartungen gefüllte Jahresendphase.
Auf den zweiten Blick nimmt ein Gedanke Raum ein: Kam Er nicht auch damals mitten hinein in eine friedlose, herausfordernde, anstrengende Zeit? War jene Zeit nicht voller Not, weit mehr als ich es heute erlebe? Und er kam mitten hinein in die Spannungen, in die Unordnung, in das Elend. Keine glückliche und friedvolle Zeit, von Besinnung keine Spur. Aber er kam. Das Kind in der Krippe. Der Friedefürst. Der Heiland. Retter der Welt. Auch meiner Welt.
Und dann denke ich: Wenn er damals kam und er sich nicht zu schade war in diese Welt zu kommen, dann kommt er auch in meine Welt. Zu mir. Mitten hinein in alles, was da ist. Innen und außen. Er kommt. Ja, er ist schon da. Mittendrin.
Und das macht mich froh. Und es öffnet mir den Blick auf die Momente im Alltag, die mich erinnern, dass er da ist mit seiner Gnade und Liebe, mit seinem Frieden. In unerwarteten Begegnungen. In dem, was doch gut gelungen ist. In dankbaren Gesichtern, leuchtenden Augen. Einem stillen Moment im Kerzenschein. Ein leuchtender Himmel am Morgen.
Er ist längst da. Weil er gekommen ist in meine und deine Welt.
Ich möchte dankbar auf diese Momente schauen. Und ihn betrachten, das Kind in der Krippe. Meinen Retter, der auch für mich gekommen ist.
Bete mit mir:
Danke, dass Du da bist.
